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GEDANKEN  ÜBER  DIE  WELT

von Agnus D.  /  anno domini  2007

 

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welt.zip

 

 

Als Welt versteht sich sämtliches Dasein sowohl sichtbar als auch unsichtbar, sowohl dinglich konkret als auch ungegenständlich abstrakt. Die Welt ist von daher das Ein und Alles, welches auch lateinisch als das Universum bezeichnet wird. Übersetzt: Das Eine das zugleich Alles ist, sowohl räumlich als auch zeitlich. Für diese absolute Einheit kann es darum kein räumliches und zeitliches Außerhalb geben, statt dessen befinden sich Zeit und Raum immer nur in der Welt. Demzufolge beginnt und endet absolut alles Dasein in der Welt, was auch für die Welt als Ganzes gilt. Die Formel dafür lautet: In sich selbst, durch sich selbst und für sich selbst. Und das was für dieses Ganze gilt, das gilt dann auch für eine weltgemäße Struktur innerhalb der Welt. Weltgemäß bedeutet nun, dass sich in der Welt eine gegenständliche Struktur befindet, welche in der Lage ist das Ganze ungegenständlich zu spiegeln. Und Ungegenständlichkeit heißt wiederum immateriell, oder anders: spirituell. Da die Welt im sichtbaren bzw. makroskopischen Bereich streng nach Kausalität funktioniert, gibt es für das spirituelle Wesen auch einen auf Ursache und Wirkung beruhenden Werdegang. Das heißt, dass jene Fähigkeiten das Weltganze spirituell zu spiegeln eine evolutive Errungenschaft ist, und zwar sowohl im voraussetzungsweise primär Körperlichen als auch später sekundär Geistigen.

 

In der Evolution des Lebens war so zunächst die physische Basis mit einem Körper zu schaffen, der am Beispiel des Australopithekus (= des Vormenschen) den weiteren Aufbau des Gehirns mit dessen geistigen Fähigkeiten ermöglichte. In dem Maße wie sich dann da das Gehirn ausstrukturierte, in gleichem Maße verbesserten sich die Wahrnehmungen von Umwelt und Welt. "Die Welt" gibt es deswegen für alle innerhalb der Welt immer nur als subjektives Bild ihrer Welterfassungsorgane, bzw. den zur Verfügung stehenden Sinnen. Das sind in der Fauna die bekannten fünf Sinne des Tastens, Hörens, Sehens, Riechens und Schmeckens. Beim Menschen kommt kraft seiner kognitiven bzw. denkerischen Fähigkeiten noch die ASW als der so genannte sechste Sinn hinzu. Dessen Ausprägung aber begabungsweise nach Art und Umfang und Intensität individuell stark variiert. Da aber das menschliche Gehirn - am Beispiel der Evolution sichtbar - über die Fähigkeit des Lernens auf seinen Bauplan sowohl genetisch als auch im individuellen Leben Einfluss nehmen kann, liegt es ein gutes Stück weit in der Hand eines jeden Einzelnen sich in eine von ihm bevorzugte Richtung hin geistig und seelisch weiter zu entwickeln. Das betrifft auf physischer Ebene die Verbindungen der Nervenzellen im Gehirn, welche sich durch beständiges und immer wieder andersartige Herausforderungen zu einer besseren Leistungsfähigkeit vermehren. Dabei gibt es das unter Neurologen bekannte Motto der Wechselwirkung: Gehirn macht Denken, Denken macht Gehirn!

 

Die Welt ist ganz sicher mehr als das, was wir mit unseren fünf Sinnen von ihr zu erfahren bekommen. Zwar wird mit diesen Sinnen schon ein relativ breites Spektrum möglicher Welterfassung abgedeckt, aber dennoch eben nicht der Umfang, der gemäß unseren technischen Hilfsmitteln und darüber hinaus rein theoretisch auch möglich wäre. So wissen wir von den speziellen Sinnesfähigkeiten etlicher Tierarten, die den unseren überlegen sind. Zum Beispiel beim Optischen die Schärfe, UV und Infrarot; oder komplett anders wie beim Erdmagnetfeld, oder dem Ultraschall. Als Menschen haben wir in unserem Gehirn das wohl beste Welterfassungsorgan, indem wir damit all die technische Geräte erfinden können, die unsere Sinne inzwischen bis an die Grenzen des technisch Möglichen ergänzen, und so die tierischen Spezialsinne weit übertreffen. Mit riesigen Radio- und Infrarotteleskopen wird das expandierende Weltall vermessen, und mit Teilchenbeschleunigern wird der Aufbau der Materie erkundet. Eine Technikschranke aber bleibt, indem die Zeit als solche nicht zu erforschen ist. Zwar weiß man inzwischen gemäß der Relativitätstheorie Albert Einsteins über das Wesen der Zeit schon recht gut Bescheid, doch die an den Urknall gekoppelte Zeit entzieht sich wie der Urknall selbst einer genaueren Untersuchung. Zeitreisen sind nach neueren Erkenntnissen jedoch deshalb nicht möglich, weil die Zeit das Universum gestaltet, und die Zeitreise eine dahingehende Umgestaltung des Universums bedingte, was zwar rein theoretisch möglich wäre, aber dabei eine Energiemenge praktisch aufzuwenden wäre, welche just der des Universums zu entsprechen hätte.

 

An der Welt reizt immer das Unsichtbare das Verborgene, welches in uns die Hoffnung nährt, dass da noch ein großes Potenzial ist, das für unser aller Existenz nutzbar gemacht werden könnte. Von daher das allgemein große Interesse an außerirdischem Leben, an den Wesen von fernen Planeten und fremden Welten. Auch dass wir nicht allein sind in einem auf quasi Unendlichkeit ausgelegten Kosmos. Dieses Gefühl haben aber zumeist stets nur die Materialisten und Atheisten unter uns. Also Leute, denen die Vorstellung fremd und nicht ganz geheuer ist, dass in ihnen selbst ein Potenzial schlummern könnte, das es ermöglicht zu erkennen und zu erleben, dass die Welt eine personale ist, die auch noch mit ihrer eigenen Person direkt zu tun haben könnte. Denn was bedeutet es denn konkret einen Geist zu haben, und mit ihm die Welt erforschen zu können? Doch nicht nur den äußerlich sichtbar materiellen Bereich. So ist es denn schon seit dem vorzeitlichen Erwachen des menschliches Geistes ein typisch menschliches Phänomen, nebst der Natur den eigenen Geist zu untersuchen, und sich mit ihm zu beschäftigen. Nur so konnten sich ja daraus dank immer wieder sich aus der Masse hervorhebender Genies die Religionen und späteren Geisteswissenschaften entwickeln. Denn auch den eingefleischten Materialisten ist natürlich völlig klar, dass sie einen Geist haben, dessen Funktion und Herkunft sie nicht allein mit materialistischen Konzepten erklären können. Insbesondere sind es diese so genannten Quantensprünge in der kosmischen und irdischen Evolution bis hin zum geistbegabten Homo sapiens, aus den einfachsten Anfängen bis zu den höchst komplexen Strukturen, die sie rat- und erklärungslos machen. Denn wie kann z.B. aus einem uranfänglich dimensionslos toten Quasi-Nichts eine lebendig dimensionale Welt werden? Bei Fragen von einem solchen Gewicht versagen all ihre untauglich unzureichenden Ideen kläglich, und sie begeben sich ganz naiv in haarsträubendste Widersprüche. Etwa nach dem Motto: Es wird schon keiner merken! Stichwortbeispiele: Dunkle Materie und Dunkle Energie, oder auch Vakuum-Energie etc. Wie das alles mit e=mc² in Übereinstimmung zu bringen ist, wissen nur sie selbst!

 

An den geistigen und seelischen Fähigkeiten des Menschen wird insbesondere bei medizinischen Indikationen, also krankheitsbedingten Einschränkungen, sehr deutlich, dass das Weltbild das jemand haben kann von seinem Bewusstsein abhängig ist. Und dieses ist wiederum voll abhängig von den Organfunktionen wie am Beispiel der Altersdemenz gezeigt werden kann. Sind die Organfunktionen eingeschränkt, so leidet darunter das Bewusstsein, und damit die Welt- und Selbsterfahrung. Auch ist klar, dass ein Kleinkind mit seinem Bewusstsein eine andere Weltsicht hat, als der reife Erwachsene. Wohl jeder hat schon einmal von dem Spruch gehört, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, also das Sein beispielsweise einer Maus nur ein Mausbewusstsein sein kann. Umgekehrt gilt das allerdings nicht, dass das Bewusstsein das Sein bestimmt. Zwar ist der Mensch allgemein imstande kraft seines Geistes und seiner Seele weit über sich selbst hinauswachsen und damit sein Bewusstsein zu erweitern. Doch ohne die direkte Hilfe und Unterstützung durch den heiligen Allgeist des Universums  kann es keine echte Bewusstseinserweiterung geben, die immer nur in einer erhöhenden Verbesserung des Sein-Status gegeben ist. Die so genannte Bewusstseinserweiterung ist dann auch zumeist nicht mehr als ein Schlagwort, und hat eine reale Entsprechung nur bei den Menschen, die bei sich selbst Kontakt zum personalen Universum herstellen konnten. Dabei handelt es sich um eine Einwohnung des Heiligen Geistes, die dem Betroffenen eine zusätzliche existenziale Dimension beschert, was den Status seines bislang eindimensionalen Seins um diese weitere Dimension erhöht, sowie das zugehörige Bewusstsein erzeugt. Auslöser dessen sind prinzipiell nur psychodramatische Ereignisse mit tiefstgehenden Emotionen im Rahmen eines personal im Gang befindlichen geistseelischen Prozesses der Selbst- und Weltwerdung.

 

Objektiv ist und bleibt die Welt rein äußerlich immer die gleiche. Ändern wir uns, ändert sich zugleich auch das Bild das wir von ihr haben. Das heißt, dass sich der äußerliche Weltrahmen niemals ändert. Wohl aber kann sich das je individuelle Schicksal mit seiner Geschichte wandeln. Inwieweit dieser vom Einzelnen selbst ausgehende Einfluss auf Schicksal und Geschichte zu gehen vermag, das richtet sich nach der je individuellen Geistesgröße im Verbund mit dem Wunsch und Willen. Nur so erklärt sich, dass der Glaube Berge versetzen kann, oder sich die Dinge im Leben erreichen lassen, die man im Grunde seines Herzens für sich wollte. Dass dies keine Fiktion ist, sondern Realität sein muss, das deckte sich mit der Heisenbergschen Unschärferelation, wonach das Ergebnis einer Beobachtung von der Disposition des jeweiligen Betrachters abhängig ist. Denn was im mikroskopischen Bereich Gültigkeit hat, das sollte nicht ohne Entsprechung im makroskopischen Bereich sein. Indem so Geist und Bewusstsein auf die Weltwahrnehmung einwirken können, wird auch klar, dass der Geist im System "Welt" die Priorität bzw. Erstrangigkeit haben muss. Dann ist es auch nur ein kleiner Schritt sich vorzustellen, dass wenn der Geist mit seinem daran gekoppelten Bewusstsein nur groß genug ist, dann zu bewirkende Dinge möglich sein müssten, welche die alltägliche Welterfahrung aushebeln würden. Und die Grundfesten "normalen"  Welterlebens würden dabei zutiefst erschüttert werden. Dass dies wiederum keine Fiktion ist, sondern verborgene Wahrheit und Wirklichkeit sein muss, das lässt sich z.B. der Bibel entnehmen, die ja als so genanntes naives Wunderbuch in Wissenschaftskreisen eher verfemt und verachtet ist.

 

Ist die Welt in ihrer Wahrnehmung von Geist und Bewusstsein eines Betrachters abhängig, dann ergeben sich daraus ernst zu nehmende Konsequenzen. Denn dann liegt es in der Hand eines jeden, im Rahmen seiner jeweils individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten an sich selbst zu arbeiten, und bei sich selbst einen Prozess in Gang zu setzen mit dem hohen Ziel der Verbesserung seines existenzialen Status. Ein herausragendes Beispiel aus der Weltgeschichte kennen wir bereits, denn es ist die Person des Jesus von Nazareth, genannt Christus. Doch von ihm wissen wir wiederum andererseits, dass es nicht allein in unserer Hand liegt, was aus uns werden kann. So spricht Jesus davon, dass als Voraussetzung für ein Überwinden der existenzial weltlichen Todesverfallenheit die Errichtung einer personalen Verbundenheit zu der universalen Überperson erforderlich ist, die in ihm persönlich als Herr, Gott und Heiliger Geist anwesend sei. Dabei handelt es sich um den zentralen ganzheitlichen Menschen in der Zweiseitigkeit von realem Mann und realer Frau. Ihn nennt er den Vater allen Seins, als dessen Sohn er sich versteht. Ganz zu Recht, wenn man von den einstmaligen paranormalen Geschehnissen ausgeht. Denn die Wiedererweckung des Lazarus sowie auch seine eigene Auferstehung aus dem Felsengrab mit allem Weiteren, das sind Psi-Ereignisse, welche unseren Horizont von Welt und Existenz damals wie heute zu sprengen geeignet sind. Ernst genommen und auch geglaubt ergibt sich damit die von Jesus eingeforderte Hinwendung zum Herrn, womit und wodurch der Selbst- und Weltprozess bei sich selbst einsetzen kann, welcher in seinem vollendenden Ende den Menschen in den Stand Gottes erhebt. Und Gott - das wissen wir inzwischen sehr genau - ist die Welt oder das Universum in Person.

 

Das Prinzip von Weltaufbau ist bekanntlich die Auffächerung und Ausstrukturierung aus einfachem Anfang eines absolut symmetrischen Energiebündels durch Urknall mit nur zwei weltbildenden Grundprinzipien der bereits in der Weltformel schon beschriebenen Einheitspassivität als dem urstofflichen Energiebündel und der Trennaktivität als dem so genannten Urknall. Dadurch erhält die Welt zwei diesen Grundprinzipien entsprechende Kehrseiten. Also zur einen Seite das ungezündete Energiebad der Astrophysik vor dem Urknall, sowie zur anderen Seite der astrophysikalische Kosmos nach gezündetem Energiebad als Urknall. Der supergeniale besondere Welt-Trick besteht darin, dass keine Seite die andere aufzuheben in der Lage ist, so dass beide Kehrseiten in ein System der wechselseitigen Bedingung münden, wo sie jeweils für die andere Seite ursächlich werden, was so einen ewigen Kreislauf induziert. Also konkret derart, dass das Energiebad in der aus dem Urknall hervorgegangenen Welt zur Entstehung kommt, aus welchem dann wiederum per Urknall die Welt hervorgeht. Kaum vorstellbar aber eben wahr! Das steht auch in bester Übereinstimmung mit den biblischen  Überlieferungen, wonach Gott der Herr von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt und regiert. Eine Ewigkeit, das dürfte dann wohl ein Zyklus mit Anfang und Ende in den ansonsten ohne Anfang und ohne Ende unendlich ablaufenden Zyklen sein. Grundlage dessen ist wiederum die alle Vorstellungen sprengende Tatsache, dass es für das universale Sein bzw. dem Universum kein Gegenteil gibt, wodurch es ohne "Gegen-Stand" im Grunde genommen ungegenständlich ist. Ohne Gegen-Stand gibt es keinen Raum sowie ohne Raum wiederum keine Bewegungsmöglichkeit, und ohne Bewegung vergeht wieder keine Zeit. Von daher ist das All für sich selbst genommen raum- und zeitlos. Und was wiederum so raumzeitlos existiert, das ist ein unvorstellbar unveränderlich ewiger Nullpunkt zu einem Quasi-Nichts. Und so muss dann auch die Selbstwahrnehmung dieses Nichts der Grund dafür sein, dass sich diese Welt-Null über Energiebad und Urknall zur Abgrenzung vom Nichts ein zur Null ebenso unvorstellbar unendlich kehrwertiges Sein gibt, bekannt als eben die universale Welt einschließlich uns.

 

Wie das geht und funktioniert, das zeigt uns die Bibel mit den dortigen Selbstbekundungen des Herrn, der sich dort mehr indirekt als direkt aber eben doch als Mensch bzw. als der zentrale alles beherrschende Übermensch zu erkennen gibt. Indem der Herr das All in Person ist, und damit außer dem Herrn nichts ist, befindet sich die Welt vor seinen Augen zu seiner Verfügung. Das Sein bestimmt das Bewusstsein! Diese Wahrheit hat im Herrn ihren absoluten und einzigartigen Höhepunkt. Und sie begründet sich nur durch vollzogene Rückkoppelung. Wo ergo keine Rückkoppelung ist, da ist auch kein durch Sein begründetes Bewusstsein. Wohl jeder hat schon mal von Psychiatrie-Insassen gehört, die sich für Gott oder Jesus Christus halten. Ganz unzweifelhaft liegt dem ein solches Bewusstsein zugrunde, aber dafür gibt es eben keine Wirklichkeit herstellende Rückkoppelung. Ob es Sinn machte sie darüber aufzuklären darf angesichts ihres Psychosyndroms (Krankheitsbildes) stark bezweifelt werden. Solche Betroffenen sind regelmäßig der Rationalität nicht mächtig und deswegen mit ihr auch nicht zu erreichen. Aber auch all diejenigen, welche vom Heiligen Geist ergriffen werden, müssen sich hüten trotz der im Geiste gegebenen Anwesenheit Gottes sich als diesen auszugeben, was den augenblicklichen Rückzug Gottes zur Folge hätte. Denn ohne die erforderliche Rückkoppelung besitzt man währenddessen den Herrn sozusagen nur leihweise auf Probe. Die Versuchung sich im Geiste Gottes als diesen auszugeben ist fast übermächtig. Doch wird sich der Herr immer nur denen durch Selbstmitteilung offenbaren, welche von ihrer Persönlichkeitsstruktur her in der Lage sind, zwischen sich und dem Herrn problemlos zu trennen. Das wohl berühmteste Beispiel einer solch übermächtigen Gotteseinwohnung mit anschließenden erschütternden Versuchungen zu einer Selbstüberhebung kennen wir aus der neutestamentlichen Überlieferung als die 40-tägigen Versuchungen Jesu in der Wüste.

 

Dieser Charakter zur Selbstüberhebung ist die tägliche Erfahrung insbesondere bei den Mächtigen dieser Welt. Beispiellos ist die Verkommenheit der von Menschen ausgeübten Justiz. Rechtsbeugungen und Machtmissbrauch zeugen vom Fehlen jeglicher Selbstkontrolle und bringen überall das ganze Rechtssystem in Verruf. Jedoch sind diese Leute nicht schlechter als der gesellschaftliche Durchschnitt. An just die Stelle von Staatsanwaltschaft und Gericht gesetzt würde er sich identisch verhalten. Ausnahmen bestätigen da wie immer die Regel. Das Gegenteil zur Selbsterhebung ist die Selbsterniedrigung, die ergo nicht von ungefähr von Jesus zum generalen Schlüssel der Gottes- und Selbstqualifikation verkündet wurde. Die Welt mit all ihren Versuchungen zur zügellosen Egomanie (= Selbstsucht) kann lediglich durch alternatives Verhalten überwunden werden. Es ist aber nicht dieser profane Grund, der Selbstsucht entgegenzuwirken, weshalb Selbsterniedrigung der Schlüssel auf dem Weg zum Herrn ist. Denn der Selbsterniedrigung als göttliche Tugend liegt ein kosmisches Prinzip zugrunde, dass sich das Einzelne Kleine aufgeben muss, um Anteil am Höherwertigen bzw. der übergeordneten Einheit erhalten zu können. Ein solcher Vorgang ist bereits Schöpfung im Kleinen, indem sich dadurch das Einzelne zu einer echten existenzialen Verbesserung verhilft. Wenngleich die Realität dessen erst viel später einsetzen kann, weil das aus Einzelstücken gebildete neue Organ für sich selbst vollendet sein muss, um dann erst all die Einzelstücke an dieser gemeinsam gebildeten neuen Qualität teilhaben lassen zu können. Alles streng nach Kausalität und Finalität.

 

Es ist die systemische Notwendigkeit der Selbsteinholung Gottes in der Welt und via Mensch, welche dem Herrn dabei die fürchterliche Selbsterniedrigung in der völligen Ablegung seiner ihn zum Herrn der Welt auszeichnenden Selbstdimensionen abverlangt. Denn es kann nicht sein, dass sich das Universum in Person, in einem Universum befindet, das zu ihm gegenteilig ist, bzw. mit ihm nicht eine widerspruchsfreie Einheit bildet. Und die Herstellung dieser Einheit kann eben nur in der Weise erreicht werden, dass der Herr durch eine Abtretung seiner personalen Identität an das All, sich dann als Gleicher unter Gleichen befindet. Endet dort seine zeitliche Existenz durch die hierbei erfolgte Selbstvollendung, so sind dann auch alle Gleichen aller Zeiten mitvollendet, zu einem auf den alles verkörpernden Herrn bezogenes widerspruchsfrei partnerschaftliches und dadurch ewigkeitsfähiges Universum. Die Welt ist nun in ihrer raumzeitlichen Gesamtheit dem Leib des Herrn angepasst mitvollendet. Damit endet das Schöpfungsgericht des Herrn, und ein Urknall bzw. die kosmologische Raumexpansion wird sodann nicht mehr feststellbar sein. Die satanische Zeitwelt ist als eine Welt des bloßen Aufbaus von allem, mit der Fertigstellung des Universums dann zur bleibenden Verschwundenheit gebracht, während zugleich umgekehrt eine nun fertiggestellt vollendete universale Welt zum immerwährenden Erscheinen gebracht ist. Johannes, jener berühmte Seher von Patmos hat dieses Weltereignis einst mit folgenden Schlussworten seiner Vision eindrucksvoll beschrieben:

Offb 21,1 - 21,6 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde (= neue Welt); denn der erste Himmel und die erste Erde (= Zeitwelt) sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabsteigen von Gott, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut (= Gottespartnerschaft). Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott (= das Universum im Universum im zentralen Menschen). Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind gesichert und wahrhaftig! Und dann sprach er zu mir: Es ist geschehen (= Fertigstellung der Welt)! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende (= des Weltaufbaus) ...

Die hier im Vorangegangenen kurz gefassten Gedanken der Welt enden nun an dieser Stelle. Es waren doch überwiegend Gedanken über Gott und die Welt, die sich am Schluss auf das Ende der Zeit konzentrierten. Wer wollte nicht dem zustimmen und das herbeisehnen was der Seher Johannes einst auf der Insel Patmos in seiner göttlichen Vision ganz überwältigend zu sehen und zu erfahren bekam. Und so wartet die gesamte Schöpfung auf ihre Erlösung mit Eintreffen ihrer Vollendung durch Erscheinen des Lamms, bzw. durch Gott den Herrn in seiner kurz bevorstehenden Vollendung als das in der Welt weilende Lamm.

 
 

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